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QuoRO - Von Oberfranken für Oberfranken

QuoRO ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Weiterbildungsprojekt zur Mobilisierung von Fachkräften für die Zukunft durch berufsbegleitende Weiterbildung.


Besonderheiten der Region Oberfranken


Hochmoderner Mittelstand

Der Bezirk Oberfranken im Norden Bayerns zählt zu den industriedichtesten Regionen Europas, in der sich in den vergangenen Jahren auch zunehmend überregional aktive Dienstleistungs-unternehmen niedergelassen haben. Er zeichnet sich besonders durch seinen gesunden, vielfältigen und starken Mittelstand aus, dessen Marktstellung in der Öffentlichkeit jedoch meist deutlich unterschätzt wird. Rund 500 Betriebe sind in ihrem Teilsegment marktführend. Manche dieser „Hidden Champions“ sind wenig bekannt, was die überregionale Gewinnung von Mitarbeiter/inne/n erschwert.

Herausforderung Fachkräftemangel

Der Fachkräftemangel betrifft alle Ebenen in den Unternehmen Oberfrankens. Bis 2030 ist ein regionaler Bevölkerungsrückgang von knapp 10 Prozent zu erwarten. In Oberfranken werden 50.000 Fachkräfte fehlen. Umso wichtiger ist es, auf Basis einer umfassenden Analyse Oberfrankens und seiner Bedarfe das bestehende Weiterbildungsangebot zu identifizieren, abzustimmen und ggf. zu ergänzen.


Weiterbildung fördern – Region stärken


Ziele des Projektes sind die Mobilisierung von Fachkräften durch berufsbegleitende Weiterbildung, die langfristige und nachhaltige Verbesserung der oberfränkischen Wirtschaftsleistung, und damit die Bewältigung der demographischen Herausforderung.

Im Rahmen des Projektes werden daher Hemmnisse der akademischen Weiterbildung, wie sie in ländlichen Regionen mit überwiegend kleinen und mittelständischen Industrieunternehmen typischerweise auftreten, identifiziert, klassifiziert und beseitigt. Hierzu sollen für besonders bedeutsame Zielgruppen spezifische ingenieurwissenschaftlich-technische Weiterbildungsangebote entwickelt werden.

Die vorrangigen Themengebiete der Weiterbildungsprogramme werden an den regionalen Anforderungen in Oberfranken ausgerichtet. Hierzu zählen insbesondere die Bereiche Energie und Mobilität mit den Querschnittsthemen Werkstofftechnik, Sensorik, Informationstechnologie sowie Mensch und Technik. Das Projekt dient in der ersten Phase der Vorbereitung und in der späteren zweiten Phase der wissenschaftlichen Begleitung solcher Angebote in der Erprobung.

Ein besonderes Ziel des Projektes ist es, die vorhandenen Anstrengungen im oberfränkischen Weiterbildungsmarkt transparent darzustellen und zu verzahnen, um ein aufeinander abgestimmtes Weiterbildungsangebot für die Region zu schaffen.


Zentrale Forschungsfragen


  • Wie lassen sich die Besonderheiten einer ländlichen Region mit hohem Industrialisierungsgrad, jedoch dezentraler Struktur hinsichtlich des Weiterbildungsbedarfs kennzeichnen?

  • Welche bereits festgestellten Defizite der Region lassen sich durch ein verbessertes Zusammenspiel von Universitäten/Hochschulen, Unternehmen und Gesellschaft beseitigen oder abschwächen?

  • Was hemmt bisher Universitäten/Hochschulen, Unternehmen und Gesellschaft, die bereits existierenden Weiterbildungsmodelle auszuweiten bzw. stärker zu nutzen, und wie lassen sich diese Hemmnisse beseitigen?

  • Welche Formen und Kombinationen von Weiterbildungsangeboten sind für die jeweiligen Gruppen wirklich erfolgversprechend?

  • Wie lässt sich aus einem gestuften Angebot von Universitäten, Hochschulen, IHKs, HWK und weiteren Einrichtungen der Region durch gezielte Verzahnung und systematische Vernetzung ein kohärentes Weiterbildungsnetzwerk mit dauerhaftem Mehrwert für alle generieren? 

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